„Botox“ wird umgangssprachlich für die Arzneimittelgruppe der sogenannten „Neuromodulatoren“ verwendet. Diese Arzneimittel enthalten den Wirkstoff Botulinumtoxin Typ A. Der Wirkstoff blockiert vorübergehend am Nervenende die Ausschüttung des Botenstoffes Acetylcholin und unterbricht damit die Signalübertragung zwischen Nerv und Muskel. Dadurch entspannt sich der behandelte Muskel. In Deutschland werden Neuromodulatoren momentan in drei Formen angeboten. Die Wirkung der drei Präparate ist grundsätzlich ähnlich. Wir verwenden in unserem Institut in der Regel den Neuromodulator AZZALURE der Schweizer Firma AZZALURE, da die Wirkung nach unserer Erfahrung besonders lange anhält.
Wenn sich ein Muskel nicht mehr so stark zusammenzieht, glättet sich die darüberliegende Haut und mimische Falten werden reduziert.
Die Wirkung ist nicht dauerhaft. Botox-Behandlungen sind immer vollständig reversibel. Nach einigen Monaten regenerieren sich die Nervenverbindungen und die Muskelaktivität kehrt langsam zurück. Acetylcholin ist auch der Botenstoff für unser „vegetatives“, unbewusstes Nervensystem. Deshalb wirkt Botox z. B. auch bei verstärktem Achselschweiß.